Merkmale des Frankenweins – einzigartig und etabliert

Silvaner vom Weingut Thomashof in Eibelstadt, Blanc de Noir vom Weingut Christ in Nordheim

„Einen Schoppen der Domina, bitte.“
Wenn der Franke das zum Kellner sagt, bestellt er keineswegs eine Dame aus gewissem Milieu. Nein, er, der Franke, möchte dann einen, für Franken typischen Rotwein in einer, in Franken typischen Menge – nämlich 0,25 Liter. Genau diese Menge nennt sich in Franken „Schoppen“. Neben dieser Besonderheit,  gibt es noch weitere einzigartige Merkmale des Frankenweins.

Der fränkische Bocksbeutel

Die besondere Flaschenform „Bocksbeutel“ ist ebenfalls eines der Merkmale des Frankenweins. Der Bocksbeutel ist für seine beutelartige Form berühmt und hat mittlerweile sogar einen moderner geformten Nachfolger, der „Bocksbeutel PS“.

Apropos Merkmale des Frankenweins: Zum geringen Restzucker

Ob im Schlegel, in der Burgunder-Flasche oder im Bocksbeutel, Frankenwein ist bei seinen trockenen Weinen  für den geringen Wert an Restzucker bekannt. Dieser besonders trockene, aber nicht zu saure Geschmack ist ebenfalls eines dieser Merkmale des Frankenweins. Wer mal einen Silvaner aus Rheinhessen getrunken hat, weiß, dass die Winzer dort mit der Restsüße weit mehr Spielraum haben, als die fränkischen Winzer beim Frankenwein. Denn ein trockener Frankenwein darf sich nur trocken nennen, wenn er „fränkisch trocken“ ist. Das heißt, dass sein Restzuckergehalt unter 4 g pro Liter sein muss. In anderen Gebieten dürfen es sogar bis zum  9 g/l Restzucker sein, damit ein Wein noch als „trocken“ ausgeschrieben werden darf.

Perfekte Lage, umfangreiches Wissen und Kreativität

Fruchtbare Böden, mildes Klima und die Lage am Fluss Main schaffen die idealen Voraussetzungen für den Frankenwein und sind weitere Merkmale des Frankenweins. Hinzu kommt die lange Geschichte und das unheimliche Wissen der fränkischen Winzer. Weinwissen, das zum Teil über mehrere Generationen hinweg weitergegeben worden ist und das um die umfangreichen Studiengänge, die die Jungwinzer derzeit belegen, ergänzt wird. Auch die Jungwinzer bleiben dem klassischen Frankenwein treu, aber scheuen auch nicht davor mit viel Kreativität und Mut neue Wege zu beschreiten.

Was rundet die Merkmale des Frankenweins ab?

Weinfeste, Winzerorte und Weingüter formen diese einzigartige Kultur des Frankenweins. Ganz nach dem Motto, dass Frankenwein verbindet und Spaß macht!

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Frankenwein-Silvaner-Bocksbeutel

Zur Lagerung:
Je voller eine Flasche ist, desto länger kann sie (kalt gelagert) aufbewahrt werden. Rosé- oder Weißweine, die noch rund Dreiviertel voll sind, sollten innerhalb der nächsten fünf Tage getrunken werden. Rotweine sind noch bis zu sieben Tage genießbar.

Die ideale Trinktemperatur:
Weißwein 12-14°C | Roséwein 7-12°C | Rotwein 16-18°C | Perlwein 6-8°C
Allgemein gilt: Je niedriger die Temperatur, desto mehr wird der Geschmack eingeschränkt. Dagegen wirken zu warm servierte Weine meist zu alkoholisch und überladen.
Quellen: magazin.wein.com; rose-wein-bar.de

Quellen: lebensmittellexikon.de; frankentourismus.de